
Kennzahlen zur Baugrundverfestigung der KIRCHE in NIEDERWALD
Beauftragung für eine Baugrundstabilisierung eines Streifen- und Einzelfundament von 85,37 Meter und 8 Quadratmeter
- Kunde: Evangelische Kirchengemeinde Niederwald
- Gebäudetyp: denkmalgeschützte Saalkirche aus dem 19. Jahrhundert
- Ausführungszeitraum: von 14.07.2025 bis 22.07.2025
- Fachkräfte: 1 Geologe & 3 Facharbeiter mit einem GEOSEC-Einsatzfahrzeug
- Eingriffsmethode: SEE&SHOOT® Injektionsverfahren
- Weitere Verfahren: mittelschwere Rammsondierung (DPM), elektrische 4D Widerstandstomographie
- Verwendete Ressourcen: 4374 Kg Harz anhand von 363 Injektionslanzen
- Tiefe: max. Untersuchungstiefe 5,0 m
- Erzielte mechanische Verbesserung: eine durchschnittliche Verbesserung von mindestens 50%, basierend auf den Ergebnissen der DPM-Prüfungen 1(B+N), 2(B+N), 3(B+N), 4(B+N), 5(B+N)
Im Einsatz für den Denkmalschutz
Einblicke in die Baugrundverfestigung der denkmalgeschützten SAALKIRCHE in NIEDERWALD
UNZUREICHEND VERDICHTETE BAUGRÜNDE?
Wir erhöhen die Standfestigkeit unter ihrem Gebäude
Über die denkmalgeschützte KIRCHE in NIEDERWALD

Wie bewahrt man ein historisches Erbe, wenn der Boden unter den Füßen nachgibt? Die evangelische Kirche in Niederwald stand vor genau dieser Herausforderung. In diesem Use Case zeigen wir, wie durch moderne Baugrundstabilisierung und der patentierten SEE&SHOOT® Methode von GEOSEC ein Stück hessische Kirchengeschichte gerettet wurde.
Eine lebendige Gemeinschaft
Die Kirchengemeinde Langenstein-Niederwald
Hinter den dicken Mauern der Kirche verbirgt sich eine äußerst aktive und vielseitige Gemeinschaft. Die Kirchengemeinde, die die Stadtteile Langenstein, Niederwald und Stausebach umfasst, zeichnet sich durch ein breites Generationenangebot aus – von der eigenen Kindertagesstätte bis hin zu Seniorengruppen im Gemeinderaum des Bürgerhauses. Besonders die Kirchenmusik nimmt einen hohen Stellenwert ein: Mit Posaunenchören, Kirchenchören und sogar einer eigenen Band namens „Stressless“ ist die Gemeinde klanglich bestens aufgestellt. Die Sanierung des Gebäudes ist daher weit mehr als nur Denkmalschutz; sie ist die Sicherung eines zentralen Begegnungsortes für Gottesdienste, Taizé-Andachten und einem geselligen Miteinander in guter Nachbarschaft und Gemeinschaft.
Die historische Architektur
Ein Meisterwerk des Rundbogenstil
Die zwischen 1848 und 1852 nach Entwürfen von Heinrich Ludwig Regenbogen errichtete Saalkirche ist ein herausragendes Zeugnis des historisierenden Rundbogenstils, wobei sie als massiver Quaderbau auf den Überresten eines Vorgängerbaus thront und durch ihren prägnanten, halb eingezogenen Westturm mit achtseitigem, schiefergedecktem Helm sowie die charakteristischen Rundbogenfenster und das Portalgewand eine schlichte, aber würdevolle Monumentalität ausstrahlt, die im Inneren durch den Kanzelaltar in der apsisförmigen Sakristei und die wertvolle Förster & Nicolaus Orgel von 1907 ergänzt wird.
Mit der patentierten GEOSEC-Methode werden Untergründe von Bauwerken effizient, minimal-invasiv und langanhaltend stabilisiert
Die Ausgangslage für die Baugrundverfestigung
Beschaffenheit der Böden und regionale Besonderheiten
Das Erdreich unter der Kirche ist in drei wesentliche Schichten unterteilt, die in ihrer Kombination eine schwierige Grundlage bilden. Die oberste Schicht (Schicht I) besteht aus einer lockeren Auffüllung aus Schluff, Sand und Steinen, die kaum Lasten tragen kann. Darunter folgt eine Schicht aus wasserempfindlichem Schluff (Schicht II). Eine Besonderheit dieser Region ist die Beschaffenheit dieses Schluffs: Er reagiert sehr sensibel auf Feuchtigkeit. Erst in der Tiefe (Schicht III) findet sich mit fest gelagertem Sand ein tragfähiger Untergrund. Das Hauptproblem ist jedoch, dass das Fundament der Kirche auf den instabilen oberen Schichten ruht.
Wie entstehen Risse in der Wand?
Das Problem der Kirche in Niederwald
Ein unverdichteter und wasserempfindlicher Baugrund
Das Kernproblem liegt in der mangelnden Dichte und der Konsistenz des Bodens. Da die oberen Schichten nur locker gelagert sind, enthalten sie viele Hohlräume. Wirken nun die massiven Lasten des Kirchengebäudes auf diesen unverdichteten Baugrund, geben die Bodenschichten nach – der Boden wird förmlich zusammengedrückt.
Ein kritischer baugeschichtlicher Aspekt ist das Fundament der Kirche: Da das Gebäude auf einem ehemaligen Sumpfgebiet errichtet wurde, ruht die gesamte Last auf massiven Eichenpfählen, die tief in den weichen Boden getrieben wurden. Diese Konstruktion ist so lange stabil, wie die Pfähle vollständig im Grundwasser stehen und somit vor Sauerstoff geschützt sind.

Außerdem führte in der jüngeren Vergangenheit ein intensive Kiesabbau in der unmittelbaren Umgebung zu einer signifikanten Absenkung des Grundwasserspiegels. Dies stellte eine ernste Gefahr für die Bausubstanz dar: Wenn die hölzernen Pfähle trockenfallen, beginnt ein biologischer Zersetzungsprozess durch Fäulnis, der die Tragfähigkeit des Fundaments gefährdet und zu Rissen im Mauerwerk oder gar zu Absackungen des gesamten Kirchenschiffs führen kann.
Infolgedessen verschärft der wechselnde Grundwasserspiegel die Situation: Da der Schluff „weichplastisch“ ist, verändert er seine Festigkeit je nach Wassergehalt. Bei schwankenden Grundwasserständen quillt der Boden auf oder zieht sich zusammen. Diese ständigen Volumenänderungen führen dazu, dass der Boden unter dem Fundament instabil ist und nachgibt. Die Folge sind ungleichmäßige Setzungen, die sich an der Oberfläche durch Risse im Mauerwerk und gefährliche Verformungen des gesamten Kirchenbaus zeigen.
Setzungen verhindern und die Stabilität des Baugrundes verbessern mit den patentierten Lösungen von GEOSEC®
Setzungsursachen der Kirche in Niederwald
Ein unverdichteter und wasserempfindlicher Baugrund
Auch für besonders sensible Architektur geeignet. Die patentierten Verfahren von GEOSEC bieten eine präzise und kontrollierte Lösung zur Verfestigung von Baugründen. Die erfahrenen Einsatzmannschaften sorgen durch ihre Professionalität für eine reibungslose, minimal-invasive Intervention, welche die Zufriedenheit der Kunden in den Vordergrund stellt und die Standsicherheit des Gebäudes wiederherstellt.
Um das historische Bauwerk dauerhaft zu sichern, mussten die lockeren Schichten stabilisiert werden, ohne das Gebäude durch schwere Bauarbeiten weiter zu belasten. In solchen Fällen verwendet GEOSEC das innovative SEE&SHOOT®-Verfahren, welches umweltverträgliche Polyurethanharze mit einer präzisen und kontrollierten Auffüllung verbindet. Dabei wird zuerst anhand von Ramm-Sondierungen (DPM) die mechanische Festigkeit des Baugrunds ermittelt. Im Anschluss folgt eine 4D elektrische Widerstandstomographie, welche es ermöglicht die Hohlräume unter der Erde zu identifizieren und so die Einsatzbereiche festzulegen. Schlussendlich wird ein spezielles Kunstharz zur Baugrundverfestigung direkt in die instabilen Bereiche injiziert.
Das Harz dehnt sich im Boden mit enormer Kraft aus, füllt die vorhandenen Hohlräume und verdrängt überschüssiges Wasser. Dadurch wird die lockere Auffüllung verdichtet und der wasserempfindliche Schluff versiegelt. Das Ergebnis ist eine solide, wasserresistente Basis, die die Kompressibilität des Bodens minimiert. Der große Vorteil dieses Verfahrens ist die Effizienz und minimal-Invasivität: Es ist keine aufwendige Freilegung des Fundaments (Unterfangung) nötig, wodurch weitere Erschütterungen für die Kirche vermieden werden. Außerdem kann anhand der geotechnischen Messungen eine deutliche Baugrundverbesserung nachgewiesen werden.
Innovative Lösungen aus dem Spezialtiefbau
Sicherheit und Erhalt von kulturellem Erbe durch ingenieurstechnische Exzellenz
Spezialtiefbau-Unternehmen wie GEOSEC sind die erste Wahl bei Setzungsproblemen, da sie dort ansetzen, wo klassische Sanierungsmethoden scheitern: tief im Baugrund. Während herkömmliche Verfahren oft nur die Symptome (wie Risse in der Wand) oberflächlich kaschieren, analysieren bei GEOSEC Ingenieure und Geologen die geotechnischen Ursachen im Boden – etwa Hohlräume oder mangelnde Tragfähigkeit durch veränderte Grundwasserstände oder starke Verkehrsbelastung. Durch dieses fundierte Verständnis der Bodenmechanik können gezielte Maßnahmen ergriffen werden, die das Fundament dauerhaft stabilisieren und den Wert der Immobilie langfristig sichern, anstatt nur temporäre Ausbesserungen vorzunehmen.
Durch über 40.000 stabilisierte Baugründe in ganz Europa blickt die GEOSEC GROUP auf über 20 Jahre Praxiserfahrung zurück und setzt sich jeden Tag für neue Innovation im Bereich des Spezialtiefbaus ein.
Die Innovationskraft liegt dabei vor allem in der minimalinvasiven Präzision moderner Injektionsverfahren. Anstatt schwere Maschinen für großflächige Erdarbeiten einzusetzen, nutzt GEOSEC die kontrollierte Expansion von speziellen Kunstharzen. Durch sensorgestützte Überwachung wird der Boden in Echtzeit verfestigt, wobei die Hebung des Gebäudes millimetergenau gesteuert werden kann. Dies ermöglicht Lösungen, die nicht nur schneller und sauberer als klassische Unterfangungen sind, sondern auch punktgenau dort wirken, wo die statische Instabilität ihren Ursprung hat.


































