
PROJEKT
HOESCH-MUSEUM in DORTMUND
Kennzahlen zur Baugrundstabilisierung des HOESCH-MUSEUM
Beauftragung für eine Baugrundstabilisierung einer Bodenplatte von 64.79 m
- Kunde: Kulturbetriebe Dortmund
- Ausführungszeitraum: von 23.06.2025 bis 28.06.2025
- Eingriffsmethode: SEE&SHOOT® Injektionsverfahren
- Weitere Verfahren: Rammsondierung (DPM), elektrische 4D Widerstandstomographie
- Verwendete Ressourcen: 4171 Kg Harz anhand von 363 Injektionslanzen
- Fachkräfte: 1 Geologe & 2 Facharbeiter mit einem GEOSEC-Einsatzfahrzeug
- Tiefe: max. Untersuchungstiefe 6,0 m
Im Einsatz für den Denkmalschutz: Baugrundstabilisierung für das HOESCH-MUSEUM durch GEOSEC
UNZUREICHEND VERDICHTETE BAUGRÜNDE?
Wir erhalten kulturelles Erbe

Über das denkmalgeschützte HOESCH MUSEUM in DORTMUND
Das Hoesch-Museum widmet sich der Geschichte des Hoesch-Konzerns, der Westfalenhütte und der Stahlproduktion in Dortmund und zeigt am historischen Ort 160 Jahre Eisen- und Stahlgeschichte in Dortmund. Träger ist der Verein „Freunde des Hoesch-Museums e.V.“, der mit zahlreichen Ehrenamtlichen den laufenden Betrieb sicherstellt. Im denkmalgeschützten Portierhaus der Westfalenhütte veranschaulichen Exponate aus Arbeit und Alltag, wie die Stahlindustrie die Region prägte.
Heute beherbergt das neoklassizistische Portierhaus I mit seinem dreischiffigen Grundriss und der halbkreisförmigen Apsis das Hoesch-Museum. Zwischen 1912 und 1914 wurde es durch die Dortmunder Architektengemeinschaft Hugo Steinbach und Paul Lutter entworfen und errichtet. Seit 1988 steht das historische Gebäude unter Denkmalschutz.
Baugrundstabilisierung des HOESCH MUSEUM in DORTMUND dank SEE&SHOOT® Methode
Durch die Injektion spezieller umweltverträglicher Polyurethanharze mit der SEE&SHOOT®-Methode von GEOSEC wurde der Baugrund stabilisiert. Anhand einer elektrischen 4D Widerstandstomographie wurden die Veränderungen in der Baugrundfestigkeit vor, während und nach dem Eingriff kontrolliert und dokumentiert. Unser Use-Case zeigt den Verlauf der Maßnahme von den Planungsanforderungen bis hin zu den technischen Lösungen, die zur Bodenverfestigung des historischen Sitzes des HOESCH MUSEUM in DORTMUND beigetragen haben.
Mit der patentierten GEOSEC-Methode werden Untergründe von Bauwerken effizient, minimal-invasiv und langanhaltend stabilisiert
Ausgangslage für die Baugrundstabilisierung:
Geotechnische Ursachenanalyse
Weiche Bodenschichten und Grundwasser. Die vorliegenden Baugrunduntersuchungen offenbaren eine komplexe Bodenstruktur, die ein erhebliches Risiko für die Standsicherheit des Bauwerkes darstellt. Bis in eine Tiefe von sechs Metern dominieren weich-plastische Lehme und heterogene Auffüllungen, welche aufgrund der Neigung zu Staunässe extrem setzungsempfindlich sind. Besonders kritisch ist der hohe Grundwasserstand: die Verbindung aus feinkörnigem Lehm und schwankenden Wasserständen führt zu einem instabilen, „weichen“ Untergrund, der den Belastungen eines Fundaments nicht standhält und unkontrollierte Bauwerksverformungen sowie Rissbildungen zur Folge hat.
Wie entstehen Risse in der Wand?
Externe Belastungsfaktoren und dynamische Einflüsse: Schwere Stemmarbeiten beim Abriss alter Gebäude, Schwerlastverkehr sowie Erschütterungen in der direkten Nachbarschaft fungierten als mechanische Beschleuniger für die Bodendeformation. In Verbindung mit großräumigen Erdbewegungen für ein angrenzendes Neubaugebiet, der Frostempfindlichkeit der Lehme und geotechnischen Ursachen kam es zu Rissbildungen. Die unzureichende Gründungstiefe des Anbaus konnte die daraus resultierenden Differenzsetzungen nicht kompensieren, was die standsicherheitsrelevanten Verformungen fachlich begründet.

Setzungen verhindern und die Stabilität des Baugrundes verbessern mit den patentierten Lösungen von GEOSEC®
Präzise Baugrundstabilisierung mittels gezielter Polyurethan-Harzinjektion. Um diesen anspruchsvollen Bodenverhältnissen entgegenzuwirken, bietet GEOSEC® eine technisch fundierte Lösung durch gezielte Harzinjektionen an. Dabei wird der instabile Baugrund durch Expansionsharzinjektionen dauerhaft verfestigt. Das Expansionsharz verdrängt vorhandene Makro-Hohlräume, bindet die weichen Lehmphasen und schafft so einen kompakten, tragfähigen Untergrund. Diese Methode minimiert das Risiko künftiger Setzungen effektiv und stellt eine wirtschaftliche Alternative zu aufwendigen konventionellen Gründungsverfahren dar, indem sie die Tragfähigkeit direkt dort verbessert, wo die Bodenfestigkeit beeinträchtigt ist.
In Kombination mit der gezielten Baugrundverfestigung wird so sichergestellt, dass die Bauwerksverformungen nicht nur gestoppt, sondern die Ursachen – insbesondere im Hinblick auf die unzureichende Gründungstiefe und die Frostempfindlichkeit des Untergrundes – fachgerecht neutralisiert werden. Das von GEOSEC patentierte 4D-Live ERT dient hierbei als Kontrollinstrument, um die Wiederherstellung der Standsicherheit im hochsensiblen Umfeld ehemaliger Industrieflächen und denkmalgeschützter Gebäude dauerhaft zu dokumentieren und den Baugrund kontrolliert zu verfestigen.






